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Einweihung des Forschungsgebäudes "Weinbergshaus"

Anlässlich seines 10 jährigen Bestehens lobte das Bauforum Rheinland-Pfalz 2009 erstmalig einen Bauinnovationspreis aus. Eine Auszeichnung erhielt der Wettbewerbsbeitrag "Ein Raum im Weinberg", ein interdisziplinäres Projekt der Fachbereiche Architektur und Bauingenieurwesen der Technischen Universität Kaiserslautern. Am 23.09.2011 wurde das Versuchs- und Forschungsgebäude "Weinberghaus" der Technischen Universität Kaiserslautern im Weinberg bei Wörrstadt eingeweiht. Das Haus entstand in Kooperation mit Prof. Bernd Meyerspeer und Prof. Dirk Bayer, Fachbereich Architektur und Prof. Jürgen Schnell und Jun. Prof. Christian Kohlmeyer Fachbereich Bauingenieurwesen zur Erprobung von Entwurfs- und Konstruktionsstrategien mit ultrahochfestem Beton. Die Umsetzung des Weinberghauses basiert auf dem studentischen Entwurf von Christoph Perka.

Eine pfälzische Bautradition: Ein Raum im Weinberg

Weinberghäuser sind einfache Gebäude im Weinberg und bestehen meist aus einem Raum. Die Zweckbestimmung entspricht der von Weinberghäusern im Allgemeinen: sie bieten den Arbeitern im Weinberg Schutz vor Hitze und Regen, den Weinbergschützen einen Unterschlupf, können als Geräteraum genutzt werden und bei entsprechender Größe im Herbst dem Weinlesetrupp einen trockenen, windgeschützten Raum für Mittagbrot und Vesper.

Moderne Baustofftechnologie

An der Technischen Universität Kaiserslautern wurden im Rahmen eines Studentenwettbewerbs drei Entwürfe für eine moderne Adaption eines "Weinbergshauses" aus ressourcen-schonenden Hochleistungsbeton ausgewählt und detailliert. Nach Abschluss der Optimierungsphase fiel unter architektonischen und konstruktiven Gesichtspunkten die Wahl auf den Weinberghaus-Entwurf von Christoph Perka, dessen Entwurf nun realisiert wurde. Die vorgefertigten filigranen Fertigteile des Weinbergshauses wurden in den Weinbergen mit innovativer Klebetechnik zusammen gefügt. Als Material für die Elemente wurde hochfester Beton mit einer Druckfestigkeit von rund 100 N/mm² verwendet. Neben der hohen Festigkeit besitzt der verwendete Feinkornbeton auch eine große Dichtigkeit, so dass z.B. eine zusätzliche Dachabdichtung überflüssig ist. Entstanden ist ein filigranes Gebäude aus Hightech-Material mit Wandstärken von nur 3 cm Durchmesser.

Einweihung des "Weinbergshauses"

   

Ausgezeichnet vom Bauforum Rheinland-Pfalz